29.01.2020
Tacos werden weltweit mit verschiedenen Füllungen genossen.

Tacos werden weltweit in verschiedenen Varianten genossen.

Rezept: leichter Imbiss mit herzhaftem Dip

Crunchy Tacos mit Oliven-Avocado-Dip

Allein oder unter Freunden: Gerade in der dunklen, grauen Winterzeit ist ein Filmabend in Kombination mit einem feinen Imbiss eine gemütliche Samstagabendbeschäftigung. Noch besser wird es, wenn der Snack selbstgemacht ist.

Die folgende leckere Zwischenmahlzeit ist vom Fotografen und Hobbykoch Joachim Keller kreiert und fotografiert worden. Sie schmeckt frisch und ist schnell zubereitet.

Aufwand

Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten
Portionen 4 (total: zirka 50 Tacos)
Dazu passt TV-Snack, Apérogebäck

Tacos

Zutaten

6 weiche Tortilla-Wraps (Durchmesser zirka 22 bis 23 Zentimeter)
Je 1 TL feingehackte Rosmarinnadeln, Thymian- und Salbeiblätter
100 g Butter, geschmolzen
60 g feines Salz, zum Beispiel Meersalz
1 Blatt Backpapier
1 Muffin-Backform

Zubereitung

  1. Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze oder auf 160 Grad Umluft vorheizen.
  2. Auf einem Schneidebrett mit einem Dessertring (Durchmesser zirka 7 Zentimeter) mehrere Kreise aus den Wraps ausstechen.
  3. Das Meersalz und die gehackten Kräuter in die geschmolzene Butter einrühren. Die Tortillascheiben in der Mischung wälzen.
  4. Anschliessend die Scheiben auf der umgedrehten Muffinform in den Mulden platzieren.
  5. Muffinform auf das Ofengitter stellen und die Tacos in der Ofenmitte zirka 8 Minuten goldbraun backen.
  6. Etwas abkühlen lassen und von der Form lösen.
  7. Tacos vollständig auf einem Gitter auskühlen lassen.

Oliven-Avocado-Dip

Zutaten

1 reife Avocado
1 Handvoll grüne, entsteinte Oliven
100 ml Olivenöl
1 unbehandelte Limette
1 TL Kapern aus dem Glas
1 Prise Salz
1 TL feingehacktes Olivenkraut

Zubereitung

  1. Die Oliven aus dem Glas in ein Küchensieb geben und abtropfen lassen.
  2. Die Avocado mit einem scharfen Messer der Länge nach halbieren und den Kern entfernen. Mit einem Löffel das Fruchtfleisch ausschaben und in einen hohen Mixbecher geben.
  3. Die abgetropften Oliven und die Kapern dazugeben und unter langsamem Zugiessen des Olivenöls mit einem Stabmixer so lange mixen, bis sich eine cremige Konsistenz ergibt.
  4. Mit einer feinen Reibe eine Messerspitze Limettenschalenabrieb und den Saft einer halben Limette zugeben und verrühren.
  5. Mit einer Prise Salz abschmecken.
  6. Wer dem Dip zusätzlich eine würzige Kräuternote verleihen möchte, gibt noch einen Teelöffel feingehacktes Olivenkraut hinzu.

Avocado

Avocados werden im tropischen und subtropischen Zentralamerika bereits seit über 10 000 Jahren als Lebensmittel genutzt. In die übrige Welt wurde die Pflanze erst nach dem Zweiten Weltkrieg im grossen Stil exportiert.

Auch ohne Zutun des Menschen fallen die Früchte aufgrund ihres Gewichts in unreifem Zustand auf den Boden und reifen dort nach. Diese Eigenschaft macht sie für den Export besonders attraktiv, da sie im harten unreifen Zustand transportiert werden und dann am Zielort nachreifen können.

Avocadobäume benötigen sehr viel Wasser. Das Anlegen von grossen Plantagen in Gebieten mit geringen Wasservorräten ist daher kritisch: Für die Erzeugung eines Kilogramms Avocados werden im Durchschnitt 1000 Liter Wasser benötigt.

Aus botanischer Sicht ist die Avocadofrucht eine Beere.

Oliven

Der Olivenbaum wird seit dem 4. Jahrtausend vor Christus als Nutzpflanze kultiviert.

Olivenbäume werden vor allem in den Ländern rund um das Mittelmeer angebaut. Es gibt über tausend Sorten. Einige Sorten eignen sich gut für die Ölgewinnung und andere für den Verzehr der Früchte.

Olivenbäume entwickeln sich sehr langsam. Erste Früchte trägt ein Olivenbaum nach sieben Jahren. Dafür werden diese Bäume im Schnitt sehr alt. So wird beispielweise das Alter eines Olivenbaums auf Kreta auf über 4000 Jahre geschätzt.

Gerade wegen ihres langsamen Wachstums können sich diese Bäume schlecht an sich verändernde Klimabedingungen anpassen. So sind sie heute in einigen Regionen durch Frost und fehlenden Regen infolge des Klimawandels massiv bedroht.

Der würzige Oliven-Avocado-Dip schmeckt beispielsweise auch zu Pellkartoffeln.
Der würzige Oliven-Avocado-Dip schmeckt beispielsweise auch zu Pellkartoffeln. Foto: Joachim Keller