«der arbeitsmarkt» 05/2007

Beruf Versuchskaninchen

Bevor Wirkstoffe und Medikamente auf den Markt gebracht werden können, müssen sie an gesunden Menschen auf ihre Verträglichkeit hin untersucht werden. Private Versuchskliniken und einige Universitätsinstitute suchen deshalb regelmässig
gesunde Probanden, die sich gegen Bezahlung für Tests zur Verfügung stellen. «der arbeitsmarkt» wirft einen Blick auf die Arbeitswelt der klinischen Versuche.

Ein grauer Tag Anfang April. Die Schneefallgrenze ist noch einmal unter tausend Meter gesunken und ein kalter Wind weht durch Basel. Dort, wo die letzten Wohnquartiere der Stadt in den diffusen Siedlungs- und Industriebrei der Agglomeration übergehen, befindet sich in einem grossen, nicht mehr ganz neuen Büro- und Laborkomplex die Klinik Swiss Pharma Contract. Die Räumlichkeiten wirken improvisiert funktional und unpersönlich, die Atmosphäre ist ungemütlich, da helfen selbst die vereinzelten Bilder und Wandmalereien nicht viel und erinnern eher an einen Jugendtreff in einem Zivilschutzkeller. Ort und Ausstattung machen deutlich, dass wir es hier nicht mit der Privatklinik eines Schönheitschirurgen zu tun haben. Swiss Pharma Contract (SPC) ist eine Klinik für klinische Versuche. Hier lassen Pharmaunternehmen aus der Schweiz, der EU und den USA ihre neuen Wirkstoffe, Medikamente und Generika in klinischen Versuchen an gesunden Probanden testen. Wer hierherkommt und sich gegen eine Aufwandsentschädigung für Tests zur Verfügung stellt, ist ökonomisch selten auf Rosen gebettet.

Neugier, Geld und ein kostenloser Gesundheitscheck

Beat Stohler, 38 Jahre alt, ist Stammproband bei SPC und nimmt pro Jahr an zwei bis drei Versuchen teil. «Das ist eine gute Sache, denn zusätzlich zum Geld bekommt man jeweils gratis einen Gesundheitscheck.» Auch wenn die Entschädigung von circa 200 Franken pro Tag nicht gerade lukrativ ist, kann er sich damit einen grossen Teil der Krankenkassenprämie finanzieren, ansonsten hält sich der studierte Ökonom und selbständige Steuerberater mit diversen Teilzeitjobs über Wasser. Begonnen hat er mit der Probandenarbeit, als er aus dem Ausland in die Schweiz zurückkehrte und keine Stelle fand. Doch neben dem finanziellen Aspekt sei für ihn immer auch die Neugier ein wichtiges Motiv gewesen, an den Studien teilzunehmen. Er findet es interessant, einen Blick hinter die Kulissen pharmazeutischer und medizinischer Entwicklungen werfen zu können. Während der Versuche nimmt er Wirkstoffe und Medikamente zu sich, inhaliert angehende Heilmittel und lässt sich zum Test von Hautsalben kleine Hautflächen aus dem Arm stanzen. Auch an ambulanten Impfstudien ist er beteiligt, selbst wenn diese mit circa 80 Franken nicht so viel abwerfen. Einzig Tests mit radioaktiv markierten Stoffen sind ihm nicht ganz geheuer. Aber diese würden sowieso nur in längeren Studien
eingesetzt und dazu fehle ihm die Zeit.
In der Region Basel kann man sich aber nicht nur bei SPC als Proband zur Verfügung stellen, auch diverse Hochschulinstitute suchen immer wieder Menschen, die gegen eine Entschädigung an Versuchen teilnehmen. Markus Hofer, 33-jähriger Jurist, hat während des Studiums ein paar Mal als Proband an solchen universitären Studien teilgenommen. Auch für ihn spielten neben dem finanziellen Aspekt die Neugier und das Interesse an medizinischen Fragen eine wichtige Rolle. «Ich habe bei den Studien immer etwas Neues gelernt», erzählt er. Vor der Teilnahme habe er sich jeweils genau über die eingesetzten Wirkstoffe informiert und im Internet oder Bekanntenkreis eigene Recherchen betrieben. «Ich hätte nicht einfach blindlings alles mitgemacht», meint er. Er habe sich natürlich schon gefragt, ob diese Substanzen nicht schädlich seien, aber «die alltäglichen kontaminierten Esswaren oder das Passivrauchen sind ja womöglich genauso problematisch». Markus Hofer fand es ebenfalls sehr praktisch, dass er mit den medizinischen Voruntersuchen immer auch über seinen Gesundheitszustand informiert wurde. Einzig bei der Teilnahme an einem MRI-Test sei es ihm mulmig geworden, als der Arzt fragte, ob sie ihn auch über testunabhängig entdeckte Anomalien im Gehirn benachrichtigen sollten. Sie hätten da aber glücklicherweise nichts Aussergewöhnliches feststellen können.

Ethikkommission prüft wissenschaftlichen Erkenntniswert

Die Studien im universitären Rahmen findet Markus Hofer seriös und vertrauenserweckend. Er würde nie bei einer privaten Klinik wie SPC an einem Versuch teilnehmen, das sei ihm einfach nicht geheuer. Beat Stohler ist jedoch des Lobes voll für SPC. Da laufe alles professionell und vertrauenswürdig ab. Er habe nie irgendwelche Zweifel oder Ängste gehabt. Zudem seien die Betreuungsteams sehr angenehm. Es habe viele junge Fach-leute mit gutem Humor darunter. Die seien locker drauf, obwohl alles sehr strikt geregelt sei und exakt nach Plan ablaufe.
«Zuverlässigkeit, Vertrauen und Genauigkeit sind das Alpha und Omega für Firmen, die klinische Versuche durchführen», sagt Professor Dr. Hans Kummer, Präsident der Ethikkommission beider Basel. «Sonst können sie nicht auf dem Markt bestehen.»
Gewährleistet werden Qualität und Professio­nalität vor allem auch durch ein komplexes Bewilligungsverfahren. Wenn eine Pharmafirma einen neuen Wirkstoff oder ein neues Medikament in ihren Labors an Zellkulturen und Tieren getestet hat, beauftragt sie eine Klinik wie die SPC, klinische Versuche an gesunden Probanden durchzuführen – die Versuche der sogenannten Phase I. Die Versuchsklinik reicht daraufhin sämtliche Unterlagen bei der kantonalen Ethikkommission ein. Die Unterlagen reichen von den Ergebnissen der vorangegangenen Labortests über den geplanten Studienablauf bis hin zu den Kriterien der Probandenauswahl.
Gemäss Hans Kummer werden gerade mal zwei Prozent der Studienanträge abgelehnt, da kein wissenschaftlicher Erkenntniswert ersichtlich ist. 90 Prozent der Anträge werden aber zur Überarbeitung zurück-gewiesen, wobei etwa 10 Prozent davon grundsätzliche Mängel bezüglich der Ethik oder des Studienablaufs aufwiesen, beim Rest handle es sich um Details.
Wenn die Ethikkommission grünes Licht gegeben hat, kann die Versuchsklinik das ganze Dossier schliesslich an «swissmedic», das Schweizerische Heilmittelinstitut, weiterleiten, welches für die definitive Bewilligung der Studie verantwortlich ist.
Die Grundlage für die Bewilligungsentscheide bilden das Bundesgesetz über Arzneimittel und Medizinprodukte (Heilmittelgesetz, HMG) und die daraus abgeleitete Verordnung über klinische Versuche mit Heilmitteln. Im HMG ist die Überprüfung durch eine kantonale Ethikkommission gesetzlich vorgeschrieben; dabei wird darauf hingewiesen, dass sich die Ethikkommission bei ihren Entscheiden auf die international anerkannten Regeln der «Guten Praxis Klinischer Versuche» (Good Clinical Practice, GCP) stützen sollte. Die Detailregelung der klinischen Versuche am Menschen liegt in der Verantwortung der Kantone. So haben Hochschulkantone oft eine detaillierte gesetzliche Grundlage, weil bei ihnen neben den privaten Versuchskliniken auch diverse universitäre Institute klinische Versuche durchführen.
Wobei an den Institutionen der Hochschulen nur wenige Versuche der Phase I gemacht werden. Es finden dort eher medizinisch-physiologische Tests oder Versuche der Phasen II und III (siehe Box Seite 6) mit Patienten der Universitätsspitäler statt.

Immer höhere Dosen und immer mehr Probanden

Bei den Richtlinien der Good Clinical Prac-tice spielt der Grundsatz, Gutes zu wollen und nicht zu schaden, eine wichtige Rolle. Dabei geht es einerseits darum, dass die Versuche von wissenschaftlich-medizinischem Erkenntnisinteresse sein müssen. Andererseits sollten Nutzen und Schadenrisiko in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Bei klinischen Versuchen der Phase I wird deshalb in einem ersten Schritt eine sehr geringe Dosis des Wirkstoffs an einem einzigen Probanden getestet, danach werden Probandenzahl und Dosis in kleinen Schritten erhöht. Einen Fall wie neulich in England, wo Probanden reihenweise ins Koma fielen, kann es in der Schweiz kaum geben. Hans Kummer war während seiner mehr als siebenjährigen Tätigkeit als Präsident der Ethikkommission noch nie mit ernsthaften Problemen konfrontiert. Dass in der Schweiz solche Versuche mit Probanden besonders vorsichtig gehandhabt werden, scheinen auch die Erlebnisse von Beat Stohler und Markus Hofer zu bestätigen, denn beide hatten bei den Studien noch nie an Nebenwirkungen zu leiden.
Einen weiteren Eckpfeiler der Good Clinical Practice bildet der «informed consent», übersetzt: die freiwillige Einwilligung der Probanden nach einer eingehenden Information. Studienteilnehmende dürften somit die Einwilligungserklärung nur unter-schreiben, wenn sie über die Studie und ihre Risiken in einer ihnen verständlichen Sprache informiert worden sind. Allfällige Übersetzungen müssen offiziell autorisiert werden. Seit es Ende der 90er-Jahre zu einem Skandal um die Versuchsfirma VanTx kam, da diese Studenten aus dem Baltikum für Testreihen in die Schweiz holte, schaut die Ethikkommission nun genau, woher die
Probanden stammen. «Wir möchten nicht, dass es zum weitreichenden Probandentourismus kommt», erklärt Hans Kummer.
40 Prozent der Probanden bei SPC kommen aus der Schweiz, weitere 40 Prozent stammen aus Deutschland und 20 Prozent aus Frankreich. Dass neben der SPC im Dreiländereck eine weitere Versuchsklinik im Tessin existiert, ist vielleicht nicht erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die für Schweizer nicht gerade hohe Entschädigung für Menschen aus den Nachbarländern durchaus attraktiv sein kann.
SPC rekrutiert ihre Probanden über Inserate im Internet und in Gratiszeitungen in der Schweiz, in Süddeutschland und im Elsass.  Zudem werden Stammprobanden über das aktuelle Studienangebot informiert. Die Ethikkommission prüft sowohl die Texte der Inserate als auch die Publikationsorgane, in denen sie erscheinen. So darf beispielsweise SPC nicht auf Websites inserieren, die vor allem von Arbeitslosen besucht werden, da das spezifische Anwerben von Menschen ohne Stelle als unethisch gilt.

Schweiz besetzt attraktive Nische im Versuchsmarkt

Beat Stohler erzählt, dass abgesehen von Menschen aus dem nahen Ausland oft auch Studierende – viele aus der medizinischen Fakultät – an den Studien teilnehmen. Einige nutzten die Zeit in der Klinik, um zu lernen. Doch der grösste Teil der studentischen Probanden ist nicht bei SPC, sondern bei den Versuchen an den Uni-Instituten zu finden, erzählt Hans Kummer.
Die Höhe der angebotenen Aufwands­entschädigung wird von der Ethikkommis­sion genau unter die Lupe genommen. Hans Kummer findet es völlig gerechtfertigt, dass die Versuchsklinik den Probanden einen angemessenen Betrag bezahlt, denn schliesslich würden sie nicht nur ihre Zeit opfern, sondern sich auch Unannehmlichkeiten aussetzen. Im Fall der Studien an der Uni findet er einen geringeren Betrag angebracht, da die studentischen im Gegensatz zu den nicht-akademischen Probanden durchaus einen gewissen Erkenntnisgewinn aus den Studien nach Hause nehmen könnten.
Hans Kummer ist es wichtig, dass die Entschädigung sich nur auf den Zeitaufwand bezieht und nicht auf das Risiko oder die Schmerzen. Ein zu hoher Betrag erweckt rasch einmal den Verdacht, dass es sich um eine versteckte Risikoprämie handelt, und ein zu niedriger könnte auf eine Ausbeutung der Probanden hindeuten. So wird denn auch in den Gesuchen von der Ethikkommission oft die Höhe der Entschädigung kritisiert.
Die strengen, international anerkannten Richtlinien für das Bewilligungsverfahren und die hohen technisch-medizinischen Qualitätsstandards für die Durchführung der Versuche in den Kliniken führen dazu, dass die Schweiz eine attraktive Nische im Versuchsmarkt bildet. Für einen Pharmakonzern ist es eine Horrorvision, dass seine Produktentwicklung auf verfälschten oder schlechten Daten beruht, so dass er statt eines neuen «Blockbusters» auf dem Weltmarkt mit Milliardengewinn plötzlich teure Verfahren und einen Rückruf der Medikamente im Haus hat. Sowohl Hans Kummer als auch SPC-Gründer Rolf Pokorny wehren sich deshalb gegen das Image einer Pharmaindustrie, die für den Gewinn über Leichen geht. Aber nicht nur die Qualität des Schweizer Standorts spielt eine Rolle für den hohen Anteil an ausländischen Firmen, die hier ihre Produkte testen lassen, sondern vor allem auch die Tatsache, dass das Bewilligungsverfahren in der Schweiz effizienter und schneller abgewickelt werden kann. Auf dem hart umkämpften Pharmamarkt kann es bei der Entwicklung neuer Medikamente auf ein paar Monate darauf ankommen, wer zuerst die behördliche Registrierung und Zulassung erhält.
Wo in der Wirtschaft Zeit und Geld eine wichtige Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit spielen, geraten im Zeitalter der Globalisierung die einheimischen Firmen durch günstigere Angebote aus Schwellenländern oft unter Druck. Rolf Pokorny hat das in den letzten Jahren auch auf dem Markt der Versuchskliniken zu spüren bekommen. «Vielleicht werden in ein paar Jahrzehnten solche Studien nicht mehr in der Schweiz durchgeführt», meint er. Damit es nicht so weit komme, sei es umso wichtiger, die «weichen» Standortfaktoren wie schnelle Bewilligung und hohe Qualitätsstandards fortlaufend weiterzuentwickeln.

Eine Mischung aus Pfadilager, Spital und Gefängnis

Die Auftraggeber einer Studie, die sogenannten Sponsoren, besuchen SPC regelmässig – einerseits weil sie wissen wollen, wie es läuft, andererseits weil sie zu Kontrollen verpflichtet sind. Beat Stohler hat es schon erlebt, dass amerikanische Pharmaleute hinter der Kontrollglasscheibe standen und die Probanden beobachteten. «Da bin ich mir dann wirklich wie ein Versuchskaninchen vorgekommen.»
Ansonsten erlebt Beat Stohler die Atmosphäre bei SPC als sehr angenehm und bezeichnet sie als eine Mischung aus Pfadilager, Spital und Gefängnis. Pfadilager, weil eine spezielle Gruppendynamik mit Sprücheklopfen und Witzeleien entsteht; Spital, weil alles im Rahmen der Klinik mit Blutentnahme, Urinproben und Wirkstoffverabreichung abläuft; und Gefängnis, weil die Probanden während der Versuchszeit nicht mehr nach draussen dürfen – es sei denn, sie brechen die Teilnahme gleich ganz ab. So gut die Stimmung bei den Versuchen ist, für längere Zeit möchte Beat Stohler aber doch nicht teilnehmen. «Nach drei Tagen habe ich dann genug von Fussballthemen.»

Schwangere und Spitzensportler nicht erwünscht

Der grösste Teil der Probanden sind Männer. Frauen müssen für eine Teilnahme erwiesenermassen sterilisiert sein oder die Menopause hinter sich haben, und selbst dann werden sie beim Eintritt einem Schwangerschaftstest unterzogen. Da swissmedic diesbezüglich sehr strikt ist, musste sogar eine 80-jährige Frau getestet werden. «Die Dame war sehr gespannt, wie das Resultat ausfällt», erzählt Rolf Pokorny.
Vor jeder Versuchsteilnahme werden die angehenden Probanden verschiedenen Tests unterzogen, wobei je nach Studienanlage unterschiedliche Kriterien über die Teilnahme entscheiden. Generell wird bei Männern und Frauen der Blutdruck gemessen und ein EKG gemacht. Zudem überprüft man die Leber- und Gallenfunktion, um zu sehen, ob die Wirkstoffaufnahme nicht irgendwie beeinträchtigt ist. Weiter folgen Blut- und Urintests, um Drogenkonsumenten und Alkoholiker von der Teilnahme auszuschliessen. Bei vielen Tests sind zudem Raucher unerwünscht. Da SPC möglichst repräsentative Probanden sucht, scheiden selbst Spitzensportler und Menschen, die eine spezielle Diät befolgen, aus. So schafft es schliesslich nur gerade ein Viertel der Interessierten, an einer Studie teilzunehmen.
Hans Kummer erzählt, dass das Fehlen eines internationalen oder zumindest nationalen Probandenregisters das grösste Sicherheitsproblem darstellt. Denn obwohl jeder Proband nach einer Studie erst eine gewisse Zeit – die sogenannte Sperrfrist – warten muss, bevor er an einer neuen Studie teilnehmen darf, halten sich nicht alle daran. So kann es vorkommen, dass Probanden von einer Studie zur nächsten wechseln oder sogar gleichzeitig an mehreren Studien in unterschiedlichen Kliniken oder Hochschulinstituten teilnehmen. Damit gefährden sie nicht nur ihre Gesundheit, sondern auch die Studien, die dadurch im schlimmsten Fall zu verzerrten Resultaten kommen. Die Vorstösse der Ethikkommission beim Bund, doch endlich ein Probandenregister einzuführen, sind gemäss Hans Kummer alle versandet. Auch die SPC findet eine schweizweite Registrierung dringend nötig. Rolf Pokorny weist jedoch darauf hin, dass seine Klinik glücklicherweise mit einem anonymisierten Probandenregister in Deutschland verbunden ist. Bei jedem Teilnehmer wird erst geprüft, ob er nicht in Deutschland unter Sperrfrist steht. Falls nicht, wird er von SPC als gesperrt eingetragen. Das habe sich unterdessen wohl auch herumgesprochen, meint Rolf Pokorny, zumal es auch in der Einverständniserklärung erwähnt wird. «Wir hatten gleich zu Beginn der Einführung des Registers zwei Fälle von gesperrten Probanden, die versucht haben, bei uns reinzukommen.»
Sowohl über diese stark reglementierten Einschlusskriterien für Probanden als auch durch die strenge Bewilligungspraxis wird schliesslich ein Qualitätsstandard erreicht, der nicht nur den Produkteentwicklern, sondern auch den Probanden zugute kommt. Wie sagte Hans Kummer zum Abschied: «Es ist gefährlicher, ohne Helm Velo zu fahren, als bei SPC an einem Versuch teilzunehmen.»

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