Veröffentlicht am 07.10.2014FOTO UND TEXT: Kathrin Fink

Blitzlicht: Design-Assistentin

Daniela Keller, 25, arbeitet seit zwei Jahren beim Zürcher Modelabel «Little Black Dress». Zuerst absolvierte sie ein halbjähriges Praktikum, danach wurde sie festes Mitglied des Teams.

Haben Sie ein Morgenritual?
Ich versuche jede Minute so gut wie möglich zu nutzen. Das heisst: aufstehen – selten nach dem ersten Klingeln –, Kaffeemaschine einschalten, duschen. Danach Kaffee machen und anziehen, Kaffeetrinken, gleichzeitig Haare föhnen und schminken. Zuletzt schnappe ich meine Tasche und dann geht’s ab aufs Velo zur Arbeit.

Was beinhaltet Ihr Job?
Meine Stelle als Design-Assistentin beim Modelabel «Little Black Dress» ist sehr abwechslungsreich. Ich erstelle Schnittmuster anhand von Entwürfen, bereite alles Nötige für die Produktion unserer Kleider vor und unterstütze die beiden Designerinnen Eliane Diethelm und Joanna Skoczylas während Shows, Fotoshootings und Messen. Ich erledige Büroarbeiten, berate Kundinnen in unserer Boutique und führe auch kleine Näharbeiten aus.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Sie Ihre Arbeit gerne machen?
Mir ist die Atmosphäre im Team sehr wichtig. Ich muss wissen, woran ich bin und meine Bedürfnisse und Meinungen einbringen können. Zudem brauche ich eine gewisse Herausforderung im Beruf. Mir verleiden monotone Arbeiten ziemlich schnell.

Wie wichtig ist Ihnen der private Ausgleich?
Ich liebe meinen Job, auch wenn in intensiven Zeiten andere Dinge etwas auf der Strecke bleiben. Die Zeit, die ich mit Freunden und Familie verbringe, liegt mir trotzdem sehr am Herzen. Es tut gut, die Arbeit in den Hintergrund zu stellen und nur den Moment zu geniessen. Daraus schöpfe ich neue Energie. 

Haben Sie einen Tipp für gute Laune bei der Arbeit?
Nun, das Wichtigste ist wohl, dass ich meine Arbeit gerne mache. Dazu gehört, dass ich hinter dem Betrieb stehe und mich mit dem Produkt oder der Dienstleistung identifizieren kann. Natürlich fallen in jedem Beruf immer wieder Aufgaben an, die man weniger gerne tut, aber wenn diese erledigt sind, kann man sich wieder um Schöneres kümmern. Also einfach anpacken!