der arbeitsmarkt | 01.07.2010 | Text: Antje Hentschel
Maria Amsler, 59, dipl. Psychophysiognomin CHA, Zürich
Wie war Ihre Stimmung, als Sie heute Morgen zur Arbeit gingen?
Heute Morgen war ein sonniger warmer Frühlingstag und ich ging zu Fuss ins
Carl-Huter-Institut, was die positive Stimmung noch erhöhte. Auf dem 25-minütigen
Spazierweg konnte ich mir in Ruhe die heutigen Termine sowie die dringlichsten
Arbeiten durch den Kopf gehen lassen. Ich freue mich meist auf meine Arbeit.
Was geht Ihnen bei der Arbeit gegen den Strich?
Da fällt mir so rasch eigentlich nichts ein. Da ich den für mich schönsten Beruf
habe, fällt es mir schwer, etwas Negatives zu finden. Ich arbeite in einem Team, in
dem alle eigenverantwortlich tätig sind. Die Ratsuchenden kommen meistens in
einer positiven Erwartungshaltung und gehen mit den beruflichen Empfehlungen
motiviert und zielstrebig ihren weiteren Weg. Würde die Zufriedenheit der
Kundinnen und Kunden nachlassen, wäre dies sicherlich ein Grund, nachdenklich
zu werden. Da dies jedoch nicht der Fall ist, kann ich mich tatsächlich nur positiv
äussern.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?
Mir gefällt der Kontakt zu unterschiedlichen Menschen mit individuellen
Fragestellungen. Es ist immer wieder eine neue Herausforderung bei den
Jugendlichen und bereits Berufstätigen physiognomisch die individuellen Talente
und Begabungen in Verbindung mit der Persönlichkeit herauszukristallisieren und
ihnen bei der Findung ihrer beruflichen Ziele zu helfen - und ihnen vielleicht auch
einmal überraschende berufliche Perspektiven aufzuzeigen. Um den Ratsuchenden
geeignete Studien-, Aus- und Weiterbildungs- sowie Berufsmöglichkeiten aufzeigen
zu können, informiere ich mich täglich via Internet, Zeitung und Medien über die
aktuelle Berufs- und Studienwelt. Außerdem gefällt mir die Abwechslung zwischen
Beratung und Lehrtätigkeit in der Huterʼschen Psychophysiognomik. Ich habe
meine Berufung vor mehr als 30 Jahren gefunden.
Hätten Sie gerne mehr Freizeit?
Ich hätte gerne einen 30-Stunden-Tag oder eine 9-Tage-Woche, um alle Ideen und
Projekte zu realisieren. Da dies nicht zu ändern ist, bin ich mit meiner Freizeit- und
Arbeitszeit zufrieden, die teilweise ineinander fliesst, wenn ich zum Beispiel am
Abend oder Wochenende noch einen geeigneten Link für eine Ausbildung suche
oder einen Teil einer Lehrveranstaltung ergänze.
Wirkt sich die Wirtschaftskrise auf Ihr Leben aus?
Die Wirtschaftskrise wirkt sich weder auf mein privates, noch auf mein berufliches
Leben aus. Die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungen auf
psychophysiognomischer Basis sind auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten
gefragt. In einer Krise machen sich die Ratsuchenden vielleicht vermehrt Gedanken
über ihre späteren beruflichen Perspektiven. Das wiederum ist eine unserer
Stärken, die physiognomischen Eignungsberaterinnen und -berater suchen mit
Jugendlichen und berufstätigen Erwachsenen zusammen Berufsziele, die sie in fünf
bis zehn Jahre erreichen könnten und motivieren sie aufgrund ihrer Talente und
Begabungen, ein ihnen Freude bereitendes Ziel anzupeilen. Wir unterstützen die
durch Talente gegebene Motivation und zeigen Wege zur individuellen Entfaltung
auf.