Mittwoch, 30.09 2009

Deutlich mehr Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialbereich

SDA. In der Schweiz arbeiten immer mehr Menschen im Gesundheits- und Sozialwesen. Ende September 2008 zählte diese Sparte mit 483'300 Arbeitnehmern am meisten Beschäftigte, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte.


Damit arbeiteten 12 Prozent aller in der Schweiz Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen. Ihre Zahl wuchs in seit 2005 mit 10 Prozent überdurchschnittlich stark. Insgesamt stieg sie im gleichen Zeitraum um 7,4 Prozent auf 4,193 Millionen Beschäftigte.
 
Die Folgen der Finanzkrise seien in der Realwirtschaft bis September 2008 noch nicht spürbar gewesen, schreibt das BFS. Die Jahre 2005 bis 2007 seien durch ein starkes Wirtschaftswachstum geprägt gewesen, welches sich 2008 noch abgeschwächt fortsetzte. Rezessionen wirken sich üblicherweise verzögert auf den Arbeitsmarkt aus.
 
Im Dienstleistungssektor arbeiteten 71 Prozent, in der Industrie 25 Prozent und in der Landwirtschaft 4,2 Prozent der Beschäftigten. Die meisten Branchen des Industrie- und Dienstleistungssektors zählen dabei immer mehr Arbeitnehmer, während der Landwirtschaftssektor schrumpft.
 
Der so genannte Primäre Sektor zählte noch rund 175'900 Arbeitnehmer (-6,8 rozent). Diese Abnahme sei auf den Strukturwandel und die Tendenz zu grösseren Betrieben zurückzuführen, schrieb das BFS.
 
Daneben beschäftigten aber auch die Papier- und Druckindustrie (-5,2 Prozent) sowie das Verlags- und Kommunikationswesen (-1,9 Prozent) weniger Arbeitnehmer.

Zweitgrösste Branche nach dem Gesundheits- und Sozialwesen ist der Detailhandel mit 332'500 Beschäftigten (7,9 Prozent aller Sektoren), auf dem dritten Platz folgt das Baugewerbe mit 315'200 Beschäftigten (7,5 Prozent). Das Baugewerbe umfasst mit 30 Prozent einen knappen Drittel des gesamten Industriesektors.
 

Teilzeit bei Frauen beliebt

Im Industrie- und Dienstleistungssektor arbeiteten mehr Vollzeit- (+183'000) und mehr Teilzeitbeschäftigte (+118'700). Wie bereits 2005 arbeitete fast ein Drittel der Beschäftigten Teilzeit. Bei den Frauen waren es mit 53 Prozent mehr als die Hälfte, bei den Männern 14 Prozent.
 
Besonders gefragt ist Teilzeitarbeit im Schulwesen (62 Prozent) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (56 Prozent). Die beiden Branchen weisen einen hohen Frauenanteil aus.

 
 
 

Archiv-/Themen-Suche